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Ein knappes Briefing, ein kurzer Pitch und die Agentur weiss genau, was ein Unternehmen möchte. Dieses Vorgehen ist heute nicht mehr greifbar. Auch, weil es noch nie so eine grosse Vielfalt an möglichen Kommunikations-Kanälen gab.

Kunden und Agenturen suchen zunehmend Alternativen zum klassischen Pitch. Im Trend lag in den letzten Jahren das sogenannte Chemistry Meeting. Hier wird getestet, ob die Chemie zwischen Agentur und potentiellem Auftraggeber stimmt. Wie tickt der Kunde, wie tickt die Agentur? Passen die Unternehmenskulturen zusammen? Spricht man die gleiche Sprache? Und natürlich: Sind sich die Menschen, die zusammen arbeiten sollen, überhaupt sympathisch? Trotz Mail, Skype und Co. spielt die Chemie bei zwischenmenschlichen Beziehungen immer noch eine tragende Rolle für gemeinsamen Erfolg. Schliesslich arbeiten PR-Berater und Projektleiter während längerer Zeit Seite an Seite. Ein Chemistry Meeting ist eine Art Vorstufe, ein erstes Beschnuppern zwischen Agentur und Kunde.

Die erweiterte Art von Agentursuche ist heute der Strategie-Workshop. Hier arbeiten Agentur und Kunde bereits wie in einer Alltagssituation zusammen. Ziele werden deutlich formuliert, Unklarheiten beseitigt und man lernt sich im Prozess besser kennen, als bei einem Pitch-Auftritt, wo die Agentur auf einer Art Bühne steht und sich präsentiert. „Wichtig ist, dass die Workshops gut organisiert und strukturiert sind. Sie müssen für alle Agenturen nach dem gleichen Muster ablaufen, damit sie gleich bewertet werden können“, sagt Oliver Klein der deutschen Agentur Cherrypicker in einem Interview mit „Horizont“.

von Barbara Ryter, Managing Partner